Immer wieder spannend ist die Einkehr beim "Pritzlwirt" in Burghausen. Nur wenige Brotzeiten stehen auf der Karte. Stammgäste aber wenden den Blick sogleich auf eine Holztafel bei der Eingangstür. Dort steht es, das wöchentlich wechselnde Menü: Ofengemüse mit Ettenauer Ziegenkäse und Bündner Fleisch (7,60 Euro), Knoblauchspagetti (6,50 Euro), Hackbraten mit Schmorgurkengemüse und Kartoffeln (8,30 Euro) und zum Nachtisch Hollerkücherl (3,90 Euro), beispielsweise. Gerade mal vier Gänge, doch Wirtin Angelika Lohrer achtet darauf, dass sowohl Vegetarier als auch Fleischgourmets auf ihre Kosten kommen. | Selbst besorgt sie die frischen Zutaten bei Landwirten aus der Umgebung und kocht dann Donnerstags und Sonntags für die Gäste des Pritzlwirt das, "was ich selbst gern esse". So kommt einmal Großmutters Rezept auf den Tisch, das andere Mal die mediterrane Küche. "Oft kreiere ich auch ganz neue Dinge", erzählt Angelika Lohrer und schmunzelt: "Mein Mann wird dann immer ganz nervös." Beschwert habe sich bislang aber noch niemand über die Kochkünste der 48-Jährigen. Ganz im Gegenteil: Die Nachricht über die Qualität des Pritzlwirt zieht auch außerhalb der Burgstadt, die derzeit gerade wegen der Landesgartenschau einen | Besuch wert ist, weite Kreise. Vor vier Jahren erwarb die Familie Lohrer den stattlichen Hof über dem Steilufer der Salzach und restaurierte das Haus mit viel Liebe. Bei schönem Wetter genießen die Gäste den Sonnenuntergang im Biergarten mit toskanischem Flair. Innen ist die Einrichtung stilgerecht schlicht. In ihrer "Freizeit" bauen die Lohrers noch eine erhöhte Terrasse, von welcher aus die Gäste dann den österreichischen Forst Weilhardt überblicken. Außerdem sollen in dem markanten Hof noch fünf Fremdenzimmer entstehen. Vera Fischer
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